Gesellschaft für Interlinguistik e.V. (GIL)

Erläuterungen

Optimierung

Die internationale Position einer Sprache ist in der Regel Ausdruck politischer und ökonomischer Machtverhältnisse.
Welche Wirkungen hat die hegemoniale Stellung einer oder weniger Sprachen auf globale Prozesse in Politik, Kultur, Bildung, Wissenschaft und in anderen Bereichen? Sprachen sind gleichwertig! Sind sie auch gleichberechtigt? Warum „sterben“ Sprachen? Was ist Sprachimperialismus?


Welche Möglichkeiten der Optimierung gibt es?
Englisch gilt auf unserem Planeten als die „lingua franca“. Wie optimal, effektiv und demokratisch kommunizieren wir mit Englisch? Wer ist im Vorteil, wer nicht? Könnte es andere Modelle geben? Etwa die Verwendung einer politisch neutralen Sprache – z.B. des Latein oder einer modernen internationalen Plansprache? 

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Plansprachen

Was versteht man unter internationalen Plansprachen?
Bewusstes Sprachschaffen und Sprachplanung sind weit verbreitete Phänomene.
Die Schaffung einer Plansprache und ihre Verwendung in der Praxis ist ein Sonderfall der Sprachplanung. Erste Vorstellungen von einer lingua universalis gehen auf Leibniz und Descartes zurück. Heute gibt es über 1000 Versuche, eine internationale Sprache zu schaffen. Nur sehr wenige spielten in der Praxis eine gewisse Rolle, bzw. spielen diese noch. Welche sprachphilosophischen, linguistischen und anderen Probleme und Fragen erscheinen durch die Erfahrungen mit Plansprachen in neuem Licht? Warum konnten sich einige behaupten, andere dagegen nicht?


Welche Erfahrungen gibt es mit dem Esperanto?
Das Esperanto ist die bisher erfolgreichste Plansprache. Ihre Theorie und Praxis ist wissen-schaftlich gut beschrieben worden. Über welche Ausdrucksmöglichkeiten verfügt diese Sprache? Was charakterisiert ihre Sprachgemeinschaft? Welche Rolle spielt die Sprache in der Praxis oder könnte sie zukünftig spielen? Was leistet sie, wie entwickelt sie sich? Was ist Behauptung, was Realität?) 

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Zu einigen Schlüsselbegriffen, wie sie im Verständnis der GIL vorherrschen

Interlinguistik kann als die Wissenschaft von der internationalen sprachlichen Kommunikation mit allen ihren Aspekten angesehen werden. Das impliziert die Funktion, Struktur, Entwicklung und Anwendung von Ethno- und Plansprachen als internationale Kommunikationsmittel.


Plansprachen sind von Personen oder Personengruppen nach bestimmten Kriterien bewusst geschaffene Sprachen, die in der Regel der Erleichterung der internationalen sprachlichen Kommunikation dienen sollen (weniger treffende Bezeichnungen: „Kunstsprache“, „internationale [künstliche] Welthilfssprache“, „Universalsprache“).


Das Esperanto ist der bisher erfolgreichste Fall, dass sich aus einem Projekt eine lebende Sprache entwickeln konnte, die über eine differenzierte Sprachgemeinschaft verfügt.

Die Esperantologie untersucht Quellen, Struktur, Entwicklung, Kommunikationsleistung und Sprachgemeinschaft der 1887 von Ludwig. L. Zamenhof begründeten Plansprache Esperanto.
Somit ist die Esperantologie ein Teilbereich der Interlinguistik.

Weiterführende Literatur finden Sie in einer Auswahlbibliografie.

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